PostHeaderIcon PO 2012

Angleichung der Richtweise -Allgemeines-
Hörzeichen:
Entsprechend der derzeitig gültigen Prüfungsordnung werden die in der IPO angegebenen Hörzeichen als Empfehlung bezeichnet.
Hörzeichen, die in der IPO verankert sind, sind im Regelfall normal gesprochene, kurze, aus einem Wort bestehende Befehle.
Der VDH-Gebrauchshunde - Ausschuss (zuständig für den gesamten VDH - Bereich, auch SV) hat nach Angaben des neu berufenen VDH- Obmannes für das Gebrauchshundewesen, Herrn Günther Diegel, dazu entschieden, dass in Deutschland die seit Jahren gebräuchlichen deutschen HZ zu verwenden sind (z. B. Fuß, Sitz, Platz, Steh, Hier, Hopp, Bring, Voraus, u. s. w ).
Das HZ für Aufsitzen aus der Ablage ist nach der derzeitigen PO "Sitz".
Hörzeichen können laut PO in jeder Sprache erfolgen, sie müssen jedoch für eine Tätigkeit immer gleich sein (gilt für alle Abteilungen).

Frage: Gibt es eine vorgeschriebene Reihenfolge der Abteilungen PO – erst A- dann B- dann C?
Antwort: keine verbindliche Vorgabe

Zeckenhalsband LR bemerkt bei der Abmeldung des HF, dass Ungezieferhalsband am Hd ist, muss eine Disq. ausgesprochen werden?
Antwort: Nein, denn es ist Aufgabe des LR bei der Anmeldung des Hundes zu prüfen, ob der Hd. ein Zeckenhalsband trägt

Fährtenarbeit:

Hd. mit suchfertigem Hund (ausgelegte Fährtenleine) zum Anmelden, Führleine kann zum Anmelden zusätzlich am Halsband bleiben
Es ist vor der Fährtenarbeit die Leinenlänge zu kontrollieren
Kann bis 2 Meter vor Ansatz versammeln (absitzen) ohne jeglichen Zwänge
Hd. direkt am Ansatzschild ansetzen

Es ist es dem Hundeführer gestattet, nach dem Verweisen der Gegenstände sowohl rechts als auch links an den Hund heranzutreten, von dort aus ist der Hund auch wieder anzusetzen Es ist auch gestattet, im Wechsel, d. h. bei einem Gegenstand links, bei dem anderen Gegenstand rechts an den Hund heranzutreten.
nach Verweisen rechts/links an den Hd. herantreten und Gegenstand aufnehmen - aus der Position wieder ansetzen
Beim Wiederansatz befindet sich der Hundeführer neben und nicht hinter dem Hund
Loben am Gegenstand (vorher oder nachher- nicht während der Aufnahme)
Gelegentliches Loben während der Fährtenarbeit ist nur bei IPO 1 / FH 2 erlaubt
Nach erkennbarer Winkelausarbeitung (ca. 2 Meter nach dem Winkel) kann der bisherige Schenkel von Hundeführer verlassen werden

Fallbeispiele Fährtenarbeit
Wie wird der Gegenstand entwertet, wenn der Hund ihn beim Verweisen oder Aufnehmen auffrisst?
Antwort: Wenn Hd. einen Gegenstand auffrisst, ist dieser komplett zu entwerten

Der Hund nimmt Gegenstand auf, bringt ihn zum HF, sitzt vor und präsentiert den Gegenstand
Frage: Muss der Hd. in die Gst. genommen und dann erneut angesetzt werden, wird dann die Gst. bewertet? Wo wird der Hd. angesetzt?
Antwort: Der Hund wird wieder in die Grundstellung genommen, die Bewertung der Grundstellung steht nicht im Vordergrund. Der Hund wird von der Position angesetzt, von der er den Gegenstand abgegeben hat.

Fallbeispiele Unterordnung:

-Freifolge- Der Hund zeigt in der Freifolge eine unnatürliche Gangart (Froschgang)
Bewertung: ggf. 2 Wertnoten abziehen

-Apportieren ebene Erde. - Nach einem sehr schnellen Rückweg springt der Hund den HF an, dieser verliert zunächst das Gleichgewicht, geht dann aber 2 bis 3 Schritte nach hinten (um den Hund in eine entsprechende Position zu bringen)
Bewertung: liegt lediglich eine Veränderung der Grundstellung aufgrund des Anspringens vor, wird dies je nach Sachlage entsprechend entwertet (ggf. befriedigend). Wird die Grundstellung wie in dem geschilderten Fallbeispiel aktiv verändert, erfolgt keine Bewertung / 0 Punkte
-Apportieren Hürde- Nachdem das Bringholz „falsch“ liegt, möchte der HF. das Bringholz noch einmal werfen, verlässt in Absprache mit dem Leistungsrichter die Grundstellung und geht zum Bringholz – als er sich entfernt hatte, steht der Hund aus der Sitzposition auf und kommt ihm einige Schritte entgegen, erhält auf Entfernung von dem Hundeführer das HZ. Platz. Bewertung: wenn das Hz. Platz erfolgte, keine Bewertung - 0 Punkte. Sollte der Hund selbstständig vor der Hürde stehen bleiben, erfolgt ein Prädikat Abzug.

- Apportieren über Hürde oder Schrägwand Hund zeigt einen kraftvollen Hinsprung, zeigt kraftvollen Rücksprung, allerdings ohne Bringholz. Ohne HF-Hilfe bemerkt der Hd. seinen Fehler und wiederholt selbstständig die gesamte Übung, kommt dann mit Bringholz zurück. Ist dann eine Teilbewertung möglich?
Bewertung: keine Bewertung, 0 Punkte

Hund geht vorzeitig (direkt beim Werfen des Holzes) ohne Hörzeichen zum Bringholz.
Bewertung: Wertnote „G“ der Gesamtübung

Der Hund führt aus der Grundstellung den Hin- und Rücksprung aus, obwohl Holz noch nicht geworfen wurde
Bewertung: keine Bewertung, 0 Punkte

Das Bringholz fällt beim Werfen vor die Hürde, der Hund läuft selbstständig zum Holz, nimmt es auf und kommt zurück
Bewertung: keine Bewertung, 0 Punkte

Das Bringholz fällt beim Werfen vor die Hürde, der HD läuft selbstständig vorzeitig zum Holz, führt den Hin- und Rücksprung mit dem Bringholz aus, sitzt vor, gibt das Holz ab und kommt in die Gst.
Bewertung: keine Bewertung, 0 Punkte

- Vorausübung-
Der Hund entfernt sich nicht über die vorgeschriebene Schrittzahl, bleibt stehen und erhält ein HZ (oder legt sich selbstständig ab). Ab welcher Schrittzahl (Entfernung) würde der Hd. noch eine Teilbewertung erhalten?
Bewertung: Der Hund muss mindestens 50 % der geforderten Entfernung zurücklegen, um eine Teilbewertung zu erhalten. Bewertung: Mangelhaft -5 Punkte - zusätzlich weiterer Fehler

Hd. lässt sich nach entsprechender Entfernung sofort durch das HZ „Platz“ stoppen, steht (z.B. durch Zuschauerbeifall) wieder auf und bekommt durch den Hundeführer ein weiteres Hörzeichen zum Ablegen, welches er auch direkt annimmt.
Bewertung: Nach aktueller PO muss die geschilderte Übung mit 0 Punkten bewertet werden. Der Hund hat eine einmal eingenommene feste Position wieder verlassen

Hd. läuft auf Hörzeichen voraus, auf das Hörzeichen "Platz" kommt der er dem HF entgegen, bevor er sich ablegt. Wie viel "Entgegenkommen" ist noch bewertbar?
Bewertung: Auf Aufforderung des Richters kann der HF laut PO bis zu drei Hörzeichen geben. Sofern der Hd. 50 % des Rückweges nicht überschritten hat – unteres Mangelhaft

Zusatzhörzeichen
Führt ein Hund nach dem 3. gegebenen HZ eine Übung nicht aus, so ist die jeweilige Übung laut PO mit Mangelhaft und 0 Punkten zu bewerten.
Beispiel: Bringen ebene Erde: Der HF gibt 3 Hörzeichen "Bring" (ein erlaubtes und zwei Zusatzhörzeichen) und der Hund geht nicht zum Holz.
Führt ein Hund einen Übungsteil nach dreimaligem HZ nicht aus, so ist die Übung im höchsten M zu bewerten - zuzüglich zusätzlicher Fehler
• Entwertung: 1. ZHZ = befriedigend für Teilübung (-1,5) • 2. ZHZ = mangelhaft für Teilübung (-2,5)

Beispiel: Platz mit Herankommen: Aufmerksame Grundstellung, konzentrierte Entwicklung, schnelles Legen und ruhiges, aufmerksames Liegenbleiben, direktes Kommen, dichtes, gerades Vorsitzen, auf HZ Fuß bleibt der Hund im Vorsitz, auch nach zwei weiteren Zusatzhörzeichen bleibt er sitzen.
Bewertung: Das höchste Mangelhaft von 10 Punkten = 6,5 Punkte, da ein Übungsteil nicht ausgeführt wurde. Zeigt der Hund das in die Grundstellung gehen auf das 1. ZHZ = -1,5, auf das 2. ZHZ = - 2,5.

Fallbeispiele - Schutzdienst:
Ableinen des Hundes vor dem Betreten des Vorführplatzes (Stadion):

In der Ortsgruppe erfolgt dies i.d.R. vor dem/im Bereich des Eingangstores. Im Stadion wird als Vorführplatz meistens die Rasenfläche definiert. Dabei spielen Banden ect. keine maßgebende Rolle. Es muss dem LR möglich sein, zu überprüfen, ob sich der Hund führig zur Anmeldung zeigt.
Auszug PO: Kann ein HF sich und seinen Hund nicht ordnungsgemäß anmelden, d.h. der Hund ist nicht unter Kontrolle.

-Revieren- Der Hd. läuft nach dem Einsetzen zum 1. Versteck nach einigen Metern direkt i. R. Verbellversteck, bekommt vom Hundeführer das HZ. Platz. Der HF verlässt seine Ausgangsposition, geht zum Hund, nimmt erneut die Gst. ein und setzt den Hund ein zweites Mal ein
Bewertung: Abbruch, da der HF den HD mit dem HZ Platz gebunden hat

-Revieren- Der Hund verlässt z.B. beim Revieren den Übungsplatz, kommt außerhalb der Sicht des Hundeführers/Richters (Fallbeispiel WUSV 2016) Kommt nach dem 2. oder 3. Hörzeichen zurück
Bewertung: HF. hat die Möglichkeit, den Hund dreimal zu rufen, wenn er auf den Übungsplatz zurückkommt, wird die Übung fortgesetzt (Bewertung Mangelhaft)

-Stellen und Verbellen-
HD umläuft das Verbellversteck zweimal, ohne den Helfer zu erkennen. Was hat der HF für Möglichkeiten, um noch in der Bewertung zu bleiben?
Weiterschicken zum 5. Versteck? HF umrunden, ohne Sitzposition zu wenden??
Weiterschicken zum 5. Versteck? Nein! Der HF hat die Möglichkeit ihn erneut zum Helfer zu schicken!!!! Zum 6. Versteck also!!! HF umrunden, ohne GSt einnehmen? JA!
Bewertung: Mangelhaft, wenn er dann beim 3. Mal findet, ansonsten ist der Schutzdienst abzubrechen.

Fluchtvereitelung: Hd. wird zur Ablageposition geführt und abgelegt. HF geht ins Versteck. Hd. läuft vor der Freigabe des LR zum Helfer, beißt jedoch nicht an.
Bewertung: Dieser Fall ist in in der PO nicht genau geregelt. Empfehlung: HF geht zum „Ablageplatz zur Fluchtvereitelung“ und hat die Möglichkeit, den Hund abzurufen und erneut abzulegen, max. 3x rufen. Analog Rückentransport. Bewertung: Mangelhaft

-Rückentransport-
HF nimmt den Hund nach der Übung „Abwehr eines Angriffs aus der Bewachungsphase“ in die GSt. Anschließend lässt er den Helfer zum Rückentransport zurücktreten. Als der Helfer ca. 1 m zurückgetreten ist, beißt der Hund an.
Disqualifikation

-Rückentransport- Der Hund läuft beim Rückentransport bis zum Schutzdiensthelfer, ohne diesen jedoch zu beißen. In dem Moment erhält der Helfer die Anweisung, den Angriff durchzuführen. Der Hund steht direkt hinter dem Helfer und fasst nach dem Umdrehen des Helfers sofort an.
Bewertung: Der Rückentransport wird mit dem untersten Mangelhaft bewertet. Sofern der Hundeführer mehr als 3 Hörzeichen zum Verbleib in der Fußposition gegeben hatte, erfolgt eine Disqualifikation wegen Ungehorsam

Seitentransport Der Hd. beißt in der Übung Seitentransport in den Schutzarm, lässt ohne Hz ab. lässt mit Hz ab.
Bewertung: Erlaubtes HZ für den Seitentransport ist das HZ für „Fuß gehen“. Zusätzliche HZ werden entsprechend entwertet. Sollte der Hund beim Seitentransport in den Ärmel fassen, hat der HF zwei Mal die Möglichkeit den Hund mit dem HZ für „Fuß gehen“ wieder in die Transportposition zu bekommen. ´ Kein HZ „AUS“, analog zum Anbiss im Versteck beim Stellen und Verbellen. AUS ist kein zugelassenes HZ für den Seitentransport, siehe unten.
PO: Es folgt ein Seitentransport des HLs zum LR über eine Distanz von etwa 20 Schritten. Ein HZ für „Fuß gehen“ ist erlaubt. Der Hund hat zwischen dem HL und dem HF zu gehen. Der Hund muss während des Transportes den HL aufmerksam beobachten. Er darf dabei jedoch den HL nicht bedrängen, anspringen oder fassen.

Ein Schutzdiensthelfer gibt bei einer Prüfung das Hörzeichen „aus“ -
Bewertung: Disqualifikation und ggf Helfer austauschen.

Welche Entwertung erfolgt, wenn der Griff bei der Übung „Angriff auf den Hund aus der Bewegung“ nicht gehalten werden kann.
Durchaus kann diese Übung beim „Herausfliegen“ aus dem Ärmel noch mit befriedigend gewertet werden. Zu beachten ist hierbei jedoch die Intensität und Angriffsgeschwindigkeit. Dazu ist das Verhalten des Hundes bei der Belastung durch den Helfer zu beobachten. Ebenso ist hier der erneute Angriff mit Sorgfalt in die Bewertung mit aufzunehmen.
Alle anderen Teile dieser Übung müssen dann aber schon nahezu perfekt sein, um die Wertnote „befriedigend“ zu vergeben. Es ist bei der IPO 1 ( max. 30 Punkte) ein deutlicher Abzug (B = 23,5 – 21)
Bewertung: bisher galt, die Übung mit „befriedigend“ zu bewerten. Bei einer IPO 1 Prüfung (max. 30 Punkte) wäre das ein Abzug von 6,5 bis 9 Punkten. Bei der IPO 3 Prüfung würde der Abzug max. 3 Punkte betragen.
Es wurde sich darauf verständigt, für diese Übung auch bei der IPO 1 Prüfung mit 3 Punkten abzuziehen (plus zusätzlicher Fehler).

Der Begriff „Entgegenkommen“ bzw. „Verlassen“ des HL muss eindeutig beschrieben werden.
Bewertung: Der Ablauf ist in der PO beschrieben. Kommt der Hund dem herankommenden HF entgegen, wird die Übung im Mangelhaft bewertet. Verlässt der Hund den HL vor der RA zum Herantreten oder gibt der HF ein HZ, damit der Hund am HL bleibt, wird die Abteilung C abgebrochen.

Helferverhalten bei Übung: Angriff aus der Bewegung: Die Vertreibungslaute dürfen erst dann abgegeben werden, wenn der Hd eingesetzt wurde. Wird oft auch auf LG,- und B-Ebene nicht so ausgeübt.
Bewertung: (Auszug aus der PO) Auf der Höhe der Mittellinie dreht sich der HL zum HF und greift, ohne seinen Laufschritt zu unterbrechen, den HF mit seinem Hund unter Abgabe von Vertreibungslauten und heftig drohenden Bewegungen frontal an.
Meist werden bei den Großveranstaltungen 2x Vertreibungslaute gegeben, 1x wenn der Hund noch sitzt und der Helfer den Winkel in Richtung Hund macht und ein 2. Mal zeitnah vor dem Anbiss:
Es wurde sich darauf verständigt, die ersten Vertreibungslaute zu geben, wenn sich der Helfer (ggf. nach einem Winkel) auf den Hund bewegt, damit dieser den Helfer auch klar wahrnehmen kann.

 

Hinweise zur Unterordnung LG-FCI

Hinweise zur Unterordnung von der Richtertagung

zusammengetragen von Jörg Remmecke, LR Abt. B LG-FCI

Unter anderen wurden folgende Punkte während der Richtertagung zu Bewertungen in der Unterordnung genannt:

Für die Höchstbewertung in der Unterordnung stehen neben der korrekten Ausführung die Arbeitsfreude und die Ausstrahlung des Hundes im Vordergrund. Hunde, die während der Unterordnung in den Übungen gedrückt und nicht frei arbeiten, können nicht voll bewertet werden. Hunde die in der Freifolge/ in den Entwicklungen eine unnatürliche Gangart (z.B. „Froschgang“) zeigen, erhalten einen Abzug bis zu zwei Wertnoten.

Grundsätzlich steht der Hundeführer/in in allen Grundstellungen, auch im „Halt“, in sportlicher Haltung (Arme werden nach unten am Körper, weder nach außen, noch unnatürlich an der Hosennaht, gehalten).

Springt der Hund den Hundeführer/in beim „Herankommen/Bringen“ so stark an, dass dieser das Gleichgewicht verliert und dann Schritte nach hinten geht, um den Hund aktiv in eine entsprechende Position zu bringen, wird die jeweilige Übung mit 0 Punkten bewertet. Falls der Hundeführer ein nicht passend liegendes Apportierholz zurückholt, der Hund dabei seine Position nicht einhält und der Hundeführer hier ein HZ gibt, wird die Übung mit 0 Punkte bewertet.

Lässt sich der Hund bei der Übung „Voraussenden mit Hinlegen“ nicht stoppen, bleibt aber auf dem Vorführplatz, wird diese Übung mit 0 Punkten bewertet. Lässt er sich nicht stoppen und verlässt den Vorführplatz, hat der Hundeführer/in 3 x die Möglichkeit, den Hund zurückzurufen. Kommt dieser dann nach dem dritten Hörzeichen nicht, erfolgt eine Disqualifikation wegen Ungehorsam.

Bleibt die Entfernung bei der Übung „Voraussenden mit Hinlegen“ unter 30 Schritt wird die Übung mit mangelhaft (mindestens -3,5 Punkten Abzug) bewertet (zusätzliche Fehler führen zu zusätzlichen Abzügen). Steht der Hund nach dem Liegen/ Sitzen bei der Übung „Voraussenden mit Hinlegen“ selbstständig wieder auf oder verlässt er seine Position, wird die Übung mit 0 Punkten bewertet.

 

Die Mindestteilnehmerzahl wird auf 4 Hundeführer festgelegt, aus den Bereichen BH, IPO und FH und aus dem RH-Bereich.

· Eine BgH zählt hierbei nicht, sondern zählt lediglich zum Auffüllen des Teilnehmerfeldes.

· Eine UPr- und SPr-Prüfung dürfen an einem Tag auf einer Veranstaltung nur in unterschiedlichen Stufen absolviert werden, da es sich ansonsten um eine APr-Prüfung handelt.
Zum Beispiel: UPr2 und SPR2 ist nicht möglich, dies wäre faktisch eine Apr2. UPr1 und SPr3 hingegen sind möglich.

Februar 2016

Sehr geehrte Damen und Herren,

aus gegebenem Anlass möchten wir heute auf die in der geltenden Prüfungsordnung festgelegten Prüfungstage hinweisen.

Entsprechend der Prüfungsordnung sind im Regelfall das Wochenende (Samstag/Sonntag) sowie die gesetzlichen Feiertage als Prüfungstage anzusehen. BH/VT-Prüfungen können ebenfalls nur an „Prüfungstagen“ durchgeführt werden.

Es ist möglich, mit dem selben Hund die BH/VT- und alle Prüfungen, die nur die BH/VT voraussetzen, anlässlich einer 2 Tagesprüfung (Freitag-Samstag, Samstag-Sonntag) abzulegen.

Entsprechend der zurzeit gültigen Prüfungsordnung darf der Freitag als Prüfungstag nur in Verbindung mit dem Samstag geschützt werden und nur dann, wenn am Samstag mehr Hunde gemeldet sind, als vorgeführt werden können (derzeit 36 Einheiten).

Nach wie vor gilt die Ausnahme, dass Teilnehmer, die mit ihren Hunden die BH/VT-Prüfung abzulegen haben, auch am Freitag starten können, wenn am Samstag die IPO 1 oder FH 1 abgelegt werden soll, und keine „Überzahl“ vorliegt.

Sollte die Ausnahmeregelung (Freitag BH-Prüfung/Samstag IPO 1 oder FH 1) zum Tragen kommen, so müssen zu Beginn der Prüfungsveranstaltung am Samstag vier Hundeführer vor Ort sein, wenn eine IP-Prüfungsstufe vorgesehen ist. Die bloße Anmeldung der Hunde für den Prüfungstag ist nicht ausreichend.

Sollte ein Hund, der am Freitag die BH-Prüfung und am Samstag die IPO 1-Prüfung machen soll, am Freitag während der BH-Prüfung erkranken, so müssen am Samstag mindestens noch drei Hundeführer an den Start gehen. Gleiches gilt, sollte der Hund am Freitag die BH-Prüfung nicht erfolgreich absolvieren und kann folgerichtig am Samstag nicht zur IPO 1-Prüfung geführt werden.

Darüber hinaus formuliert die Prüfungsordnung eindeutig, dass eine am Freitag in Verbindung mit Samstag geschützte IPO/FH-Prüfung nur am Samstag beendet werden kann.

Aus diesem Grund kann eine Prüfung, die am Freitag begonnen und am Samstag nicht fortgesetzt wird, nicht anerkannt werden, selbst wenn einzelne Prüfungsteilnehmer ihre Übungselemente bereits am Freitag vollständig beendet haben.

Wir bitten Sie zu beachten, dass die entsprechenden Prüfungsunterlagen (Ahnentafeln, Beurteilung- und Bewertungshefte sowie Bewertungslisten) erst zum regulären Ende einer Prüfung durch den amtierenden Leistungsrichter und den Prüfungsleiter ausgefüllt werden dürfen. Die Bewertungslisten müssen jedoch bereits bei Prüfungsbeginn mit den Namen der Hunde/Eigentümer/Hundeführer und entsprechenden Prüfungsstufen ausgefüllt sein.

Somit kann ein Hundeführer mit seinem Hund zwar am Freitag seine komplette Prüfung in den Abteilungen A, B und C absolviert haben, so endet die Prüfung aber am Samstag in Anwesenheit aller Prüfungsteilnehmer.

Wichtig:
Sollte bei einer Prüfung „Freitag-Samstag“ am Samstag kein Hund mehr vorgeführt werden, so gilt diese Prüfung als nicht „PO-konform“ und die daraus resultierenden Bewertungen und Ausbildungskennzeichen können nicht anerkannt werden.

An dieser Stelle möchten wir ebenfalls auf die bestehenden Regelungen zum Prüfungsbeginn hinweisen:

Der Prüfungsbeginn darf

in den Sommermonaten nicht vor                                                                             6:00 Uhr

in den Wintermonaten (Januar bis April und September bis Dezember) nicht vor          7:00 Uhr

Freitagsprüfungen nicht vor                                                                                     12:00 Uhr

gelegt werden. Hiervon ausgenommen sind überregionale Prüfungen.

Der Treffpunkt für Leistungsrichter und Prüfungsleiter ist zwingend am Vereinsheim der durchführenden Ortsgruppe.

Sinnvollerweise sollten auch die teilnehmenden Hundeführer zu diesem Zeitpunkt vor Ort sein (Ortsgruppengelände).

Für die Beachtung und Umsetzung der vorgenannten Punkte danken wir im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen

Hartmut Setecki

 

Jan. 2013

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir hoffen, Sie hatten einen guten Start in das neue Jahr und wünschen Ihnen viel Freude und Erfolg bei Ihrer Richtertätigkeit in den kommenden Monaten.

Mit dem heutigen Rundschreiben möchten wir gerne auf einige Punkte hinweisen und um deren Beachtung bitten.

Aus gegebenem Anlass und um weiterhin Transparenz und Ehrlichkeit im Leistungsbereich zu gewährleisten, bitten wir, im Namen des Vereinsausbildungswartes, folgende Punkte zu beachten.

1.) Fährtengelände

Das Fährtengelende muss im Umfang und in der Beschaffenheit der Prüfungsordnung entsprechen. Um Ihnen eine umfassende Beurteilung der gezeigten Leistungen zu ermöglichen, hat das Legen der Fährte im Beisein der Leistungsrichterin / des Leistungsrichters zu erfolgen.

2.) Geräte

Alle Geräte (Hürde, Kletterwand, Springhölzer, Verstecke, Chiplesegerät und Helferausstattung/- Bekleidung, etc.) müssen entsprechend der Prüfungsordnung bereit gestellt werden.
Ohne ordnungsgemäße Bereitstellung kann eine Prüfung nicht abgenommen werden.

3.) Beginn der Prüfung

Der Treffpunkt für Leistungsrichterin / Leistungsrichter und Prüfungsleiter ist zwingend am Vereinsheim der durchführenden Ortsgruppe.

Bitte achten Sie dabei auch auf die festgelegten Zeiten des Prüfungsbeginns:

Freitags ab 12:00 Uhr
Samstags/Sonntags nicht vor 06:00 Uhr bzw. nicht vor 07:00 Uhr (Wintermonate: Januar bis April und September bis Dezember).

4.) Reduzierung der Prüfungstage/Ausfall der Prüfung

Bei Reduzierung der Prüfungstage (zwei Tage auf ein Tag) aufgrund geringer Teilnehmerzahl ist die SV­-Hauptgeschäftsstelle bis Donnerstag 12:00 Uhr hierüber zu informieren.

Bei Reduzierung der Prüfungstage bzw. Absage der Prüfung nach diesem Zeitpunkt ist immer der Vereinsausbildungswart unter der Telefonnummer (Mobil) 0171 7560027 zu informieren.

Sofern diese Benachrichtigung nicht erfolgt, gehen eventuell anfallende Kosten für eine möglicherweise beauftragte Prüfungsaufsicht zu Lasten der durchführenden Ortsgruppe.

Bei Nichtbeachtung und Verdacht auf Prüfungsmanipulation behält sich der Hauptverein vor, eine Leistungsüberprüfung gemäß § 14 der Rechts- und Verfahrensordnung zu beantragen und die vergebenen Ausbildungskennzeichen gegebenenfalls abzuerkennen.

Entgegen anderslautenden Meldungen werden auch im Jahr 2013 Prüfungsaufsichten entsprechend der Prüfungsordnung stattfinden.

Die Prüfungsaufsicht ist eine vollkommen neutrale Maßnahme, der sich im Laufe im vergangenen Jahres eine Vielzahl von Ortsgruppen und Leistungsrichterinnen/Leistungsrichtern erstmalig gegenübersahen.

Da die Prüfungstermine, zu denen eine Prüfungsaufsicht entsandt wird, in erster Linie nach dem Zufallsprinzip ausgesucht werden, bedeutet eine Prüfungsaufsicht nicht, dass die betroffene Leistungsrichterin/der betroffene Leistungsrichter in Zusammenhang mit irgendwelchen Unregelmäßigkeiten stehen.

5.) BH-Prüfungen (wichtige Änderung)

Die bislang geltende Regelung, wonach das mehrfache Richten in der gleichen Ortsgruppe für BH-Prüfungen möglich ist, wurde aufgehoben.

Zukünftig gelten auch für die BH-Prüfungen die gleichen Regelungen wie für die IP-Prüfungen.

Bitte achten Sie bei der Annahme des Richteramtes darauf, dass Sie als Richter zukünftig nur einmal pro Jahr in der gleichen Ortsgruppe tätig sein können.

6.) RH1-Prüfungen

Bitte beachten Sie bei der Abnahme von RH1-Prüfungen die Vorgaben der Prüfungsordnung. Für den Fall, dass Sie in einzelnen Punkten Klärungsbedarf oder Fragen haben, steht Ihnen im Vorfeld der Beauftragte für Spezialhundeausbildung, Herr Walter Hoffmann, gerne zur Verfügung.

7.) Bewertungslisten

An dieser Stelle sei nochmals darauf hingewiesen, dass der Leistungsrichter verpflichtet ist, die Bewertungslisten binnen einer Woche nach Prüfungstermin an die SV-Hauptgeschäftsstelle und in Kopie an den zuständigen LG-Ausbildungswart zu senden.

Mit freundlichem Gruß

Hartmut Setecki

Geschäftsführender Direktor

Mit Einsetzen der neuen Prüfungsordnung zum 01.01.2012 ergaben sich auch Neuerungen zum Thema „Prüfungsaufsicht“.

Informationen zur Prüfungsaufsicht
Die Prüfungsaufsicht ist in der Prüfungsordnung 1. Allgemeiner Teil (Prüfungsaufsicht) geregelt und dahingehend definiert, dass eine beauftragte, fachkundige Person die ordnungsgemäße Durchführung der Prüfung nach der Prüfungsordnung kontrolliert. Die Prüfungsaufsicht ist somit Bestandteil der Prüfungsordnung und kann von demjenigen Verband, der den Terminschutz erteilt hat, angeordnet werden und findet darin ihre Rechtsgrundlage. Der Beauftragte hat sich gegebenenfalls sowohl beim Prüfungsleiter als auch beim Leistungsrichter vorzustellen und auf Verlangen den Auftrag/die Beauftragung durch den zuständigen Fachwart vorzulegen. Zur Kontrolle einer ordnungsgemäßen Durchführung der Prüfung gehört es, dass der Beauftragte sich von der Identität des Hundeführers und des Hundes überzeugen kann und dass sämtliche erforderliche Unterlagen wie z.B.
Terminschutz, Anmeldungen, Bewertungslisten (auch im ausgefüllten Zustand nach Eintragung der Prüfungsergebnisse), Ahnentafel und Leistungsheft eingesehen werden können. Da Bestandteil der Unbefangenheitsprobe auch die Überprüfung der Identität des Hundes (z.B. die Überprüfung der Tätowiernummer, des Mikro-Chips, usw.) ist, so hat der Beauftragte daher ein Anwesenheitsrecht. Hat bereits eine Identifizierung ohne Beisein der Prüfungsaufsicht stattgefunden, so hat der Beauftragte das Recht, Tätowier- /Chipkontrollen nach der jeweiligen Abteilung in Stichproben durchzuführen. Denn eine Kontrolle der zu prüfenden Hunde kann nur erfolgen, wenn der Beauftragte überprüfen kann und darf, dass ein Hund, der gemeldet wurde, auch tatsächlich vorgeführt wird. Diese Maßnahmen greifen auch nicht in die Unabhängigkeit des Richterurteils ein. Selbstverständlich ist es der Prüfungsaufsicht gestattet, Notizen zu fertigen, um später einen Bericht zu fassen und diese an den Fachwart oder die Hauptgeschäftsstelle senden zu können. Da Leistungsveranstaltungen Öffentlichkeitscharakter haben und die Prüfungsordnung darüber hinaus eine Prüfaufsicht zuläßt, haben die mit der Prüfaufsicht Beauftragten ein Anwesenheitsrecht auf der Veranstaltung, welches nicht durch die Ausübung des Hausrechts vereitelt werden darf. Die Prüfungsaufsicht greift nicht in den Ablauf der Prüfung oder in die Bewertung des Leistungsrichters ein und weist den Leistungsrichter nicht gesondert auf die Vorgaben der Prüfungsordnung hin. Die Prüfungsaufsicht beschränkt sich auf die Protokollierung des tatsächlichen Prüfungsablaufes und vermeintliche Abweichungen zur gültigen Prüfungsordnung sowie die Fertigung des Prüfberichtes.

SV PO 2012

Präambel des SV
Der nachstehende Leitfaden der Federation Cynologique Internationale (FCI) und des Verbandes für das Deutsche Hundewesen für Internationale Gebrauchshundprüfungen und Fährtenhundprüfungen hat Weisungscharakter für alle Leistungsveranstaltungen innerhalb der FCI und des VDH.
Es ist jedoch darauf hinzuweisen, dass die jeweiligen prüfungsberechtigten Mitgliedsvereine und –verbände berechtigt sind, entsprechend ihren vereinseigenen Bestimmungen Zusatzregeln aufzunehmen. Nachstehende Regeln sind deshalb zu beachten: 1. Kostenabrechnung der Leistungsrichter Fahrtkosten des LR können nur zwischen dem Wohnort und dem Ort der Veranstaltung berechnet werden. Ein aus persönlichen Verhältnissen des LR entstandener Umweg ist dem Veranstalter nicht zu berechnen. Die Höhe der jeweils zu erstattenden Kosten ergibt sich aus den vom Hauptverein festgelegten Beträgen. 2. Ausfall einer Veranstaltung Fällt eine termingeschützte Veranstaltung aus Gründen aus, die der Veranstalter zu vertreten hat (z. B. keine Meldungen), ist der Hauptverein sowie der LR vom PL bis spätestens Donnerstagmittag 12.00 Uhr zu informieren. 3. Prüfungsbeginn Der Prüfungsbeginn darf in den Sommermonaten nicht vor 6.00 Uhr in den Wintermonaten (Jan.-Apr. und Sept.-Dez.) nicht vor 7.00 Uhr bei Freitagsprüfungen nicht vor 12.00 Uhr gelegt werden. Hiervon ausgenommen sind überregionale Prüfungen. 4. Bewertungslisten Die Bewertungslisten sind binnen einer Woche durch den LR zur Hauptgeschäftsstelle und zum zuständigen Landesgruppen-Ausbildungswart zu senden.
5. Begleithundeprüfung mit Verhaltenstest (BH/VT) Die BH/VT mit Sachkundeprüfung entspricht drei Abteilungen Die BH/VT ohne Sachkundeprüfung entspricht zwei Abteilungen Jeder Hund, egal in welcher Prüfungsstufe dieser IPO er vorgeführt wird, hat zunächst eine BH/VT-Prüfung erfolgreich zu absolvieren (außer AD-Prüfung). Hunde aus dem Ausland, die erstmalig eine Prüfungsstufe dieser IPO im SV absolvieren, müssen als Vorstufe eine BH/VT-Prüfung im VDH-Bereich erfolgreich abgelegt haben, auch wenn sie bereits über eine BH/VT-Prüfung aus dem Ausland verfügen. Hunde aus dem Ausland, die im Ausland bereits eine BH/VT-Prüfung und eine Prüfungsstufe nach IPO absolviert haben, können die nächsthöhere Stufe im SV ablegen. 6. Halsbandpflicht / Mitführen der Leine Aus versicherungsrechtlichen Gründen hat der HF während des gesamtes Prüfungsablaufes eine Führleine mitzuführen, dies schließt ein, dass der Hund auch ständig ein Halsband zu tragen hat (handelsübliches Gliederhalsband, einreihig). Dieses Kettenhalsband darf nicht mit Stacheln, Krallen oder anderen Haken versehen sein. Es muss locker umliegen. Sogenannte Zeckenhalsbänder
sind vorher abzunehmen. Lediglich in der BH/VT-Prüfung ist ein Brustgeschirr zugelassen, an dem jedoch keine weiteren Schnallungen angebracht sein dürfen. Die Beschaffenheit des Kettenhalsbandes, insbesondere hinsichtlich des Gewichtes, sollte von der handelsüblichen Ausführung nicht abweichen. Bei aufkommendem Verdacht der Manipulation kann der LR einen Halsbandwechsel fordern. Dieses hat jedoch vor dem Beginn der jeweiligen Abteilung zu erfolgen. Bei Verdacht einer Betrugsabsicht (verdeckte Stacheln o. ä.) muss der LR den Teilnehmer von der weiteren Prüfung ausschließen. In solchen Fällen ist ein entsprechender Bericht zu fertigen und der SV-Hauptgeschäftsstelle zur weiteren Veranlassung zu übersenden.
Der Hund ist wegen Unsportlichkeit zu disqualifizieren, alle bisher erreichten Punktzahlen sind zu streichen. Bei der Fährtenarbeit darf zusätzlich ein Suchgeschirr oder eine Kenndecke angelegt werden. Der HF hat in allen Prüfungsstufen in allen Abteilungen (z. B. Freifolge, Schutzdienst) die Führleine mitzuführen. Sie ist umgehängt (Schloss auf der dem Hund abgewandten Seite) oder nicht sichtbar mitzuführen. 7. Prüfungsteilnehmer / Mitgliedschaft Für die Teilnahme an einer termingeschützten Veranstaltung ist eine gültige Mitgliedschaft der Eigentümer und Hundeführer der teilnehmenden Hunde in einem dem VDH, der FCI oder der WUSV angehörenden Verein/Verband Voraussetzung. 8. DH-Prüfungen Diese werden nur anerkannt, wenn sie durch die jeweilige Behörde bestätigt sind (formlose Bescheinigung). Diese Bescheinigung ist der Hauptgeschäftsstelle vorzulegen, ob eine Anerkennung erfolgen kann: DH-PO 1 als IPO 2 DH-PO 2 als IPO 3 Nach der Anerkennung der DH-PO 1 kann die IPO 3-Prüfung abgelegt werden, wenn das Zulassungsalter erreicht ist. 9. AD-Prüfungen Ist mit der Prüfung eine AD geschützt, so ist es dem LR freigestellt, anschließend die AD abzunehmen. Eine Verpflichtung besteht jedoch nicht. Bei der AD können auch solche Hunde vorgeführt werden, die an der Prüfung vorher teilgenommen haben. 10. Videoaufnahmen Bei allen termingeschützten Veranstaltungen werden Videoaufnahmen als Beweismittel nicht zugelassen. 11. Überregionale Veranstaltungen Überregionale Veranstaltungen (z. B. Qualifikationen, Meisterschaften) unterliegen den Sonderregelungen des Hauptvereins.

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Für alle Mitglieder und Kunden, die die Neufassung der Prüfungsordnung (Januar 2012) bereits in Händen halten, bitten wir auch um Beachtung von folgenden Änderungen / Ergänzungen: Seite 91, IPO 2, Schutzdienst, 3. Verhinderung eines Fluchtversuches des Helfers, b) Ausführung, 4. Absatz:

Seite 114, IPO 3, Schutzdienst, 3. Verhinderung eines Fluchtversuches des Helfers, b) Ausführung, 4. Absatz: Der Hund muss ohne zu zögern den Fluchtversuch mit hoher Dominanz und durch energisches und kräftiges Zufassen wirkungsvoll vereiteln. Er darf dabei nur am Schutzarm des HL angreifen. Auf Anweisung des LR steht der HL still. Nach dem Einstellen des HL muss der Hund nach einer kurzen Übergangsphase ablassen. Der HF kann ein HZ für „Ablassen“ in angemessener Zeit selbständig geben. …… Seite 92, IPO 2, Schutzdienst, 6. Überfall auf den Hund aus dem Rückentransport, b) Ausführung, 1. Absatz: Seite 116, IPO 3, Schutzdienst, 6. Überfall auf den Hund aus dem Rückentransport, b) Ausführung,1.  Absatz: Aus dem Rückentransport …… Auf Anweisung des LR stellt der HL ein. Nach dem Einstellen des HL muss der Hund nach einer kurzen Übergangsphase ablassen. Der HF kann ein HZ für „Ablassen“ in angemessener Zeit selbständig geben. Seite 93, IPO 2, Schutzdienst, 7. Angriff auf den Hund aus der Bewegung, b) Ausführung, 2. Absatz: Seite 117, IPO 3, Schutzdienst, 7. Angriff auf den Hund aus der Bewegung, b) Ausführung,
2. Absatz: In der Belastungsphase muss er sich unbeeindruckt verhalten und während der gesamten Verteidigungsübung einen vollen energischen und vor allem beständigen Griff zeigen. Auf Anweisung des LR stellt der HL ein. Nach dem Einstellen des HL muss der Hund nach einer kurzen
Übergangsphase ablassen. Der HF kann ein HZ für „Ablassen“ in angemessener Zeit selbständig geben. Seite 112, IPO 3, Schutzdienst, 1. Revieren nach dem Helfer, b) Ausführung: Der HL befindet sich ……………….. Wenn der Hund das Helferversteck erreicht hat, muss der HF stehen bleiben, HZ und Sichtzeichen sind dann nicht mehr erlaubt. Seite 119, FH1, 1. Leistungen in der Fährtenarbeit: Der Hund hat seine Fährtenarbeit ……….. Es werden nur solche Gegenstände bewertet, die der Meldung des HF (Aufnehmen oder Verweisen) entsprechen. Der HF lässt den Hund nach seiner Wahl frei oder an der Fährtenleine fährten. Der Hund kann frei oder an einer 10 m langen Leine suchen. Die 10 m lange Leine kann über den Rücken,
seitlich oder zwischen den Vorder- und/oder Hinterläufen geführt werden. Sie kann entweder direkt am nicht auf Zug eingestellten Halsband oder an der dafür vorgesehenen Anbindevorrichtung des Suchgeschirres (erlaubt sind Brustgeschirr oder Böttgergeschirr ohne zusätzlich Riemen) befestigt sein. Die Fährtenleine darf, wenn sie vom HF nicht aus der Hand gelassen wird, durchhängen. Seite 125, FH 2, c) Bewertung, 1. Absatz: Version Bremer: Um ein AKZ zu erreichen, …………………. Fehlverweisen entwertet entsprechend. Wenn der Hund die Fährte um mehr als eine Fährtenleinenlänge verlässt, wird die Fährte abgebrochen. Seite 150, Rettungshundeprüfungen, Allgemeine Bestimmungen, Prüfungsrichter, Wertigkeit der Abteilungen:
Abteilung A Nasenarbeit Eignungstest 2 Einheiten
Abteilung A Nasenarbeit Stufe A 2 Einheiten
Abteilung A Nasenarbeit Stufe B 2 Einheiten
Abteilung A Wasserrettung Eignungstest 2 Einheiten
Abteilung A Wasserrettung Stufe A 2 Einheiten
Abteilung A Wasserrettung Stufe B 2 Einheiten
Abteilung B Unterordnung und Gewandtheit Eignungstest 1 Einheit
Abteilung B Unterordnung und Gewandtheit Stufe A 1 Einheit
Abteilung B Unterordnung und Gewandtheit Stufe B 1 Einheit
Die aufgeführten Änderungen / Ergänzungen sind in der 2. Auflage der Prüfungsordnung (Februar
2012) enthalten.

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Aufgrund unterschiedlicher Ausgaben der Prüfungsordnung werden verschiedene Schrittzahlen beim Ablegen des ersten Gegenstandes bei der FH 1 angegeben.

Auch hier wird der 1. Gegenstand, wie bei allen anderen Prüfungsstufen nach 100 Schritt abgelegt.

Das unterschiedliche Herantreten (links/rechts) an den verweisenden Hund ist möglich. Der Hund ist dann jedoch auch aus dieser Position wieder anzusetzen.

Der Hund ist erst ab Fährtenansatz zu bewerten. Vorher besteht eine Hinweispflicht seitens des Leistungsrichters.

Hörzeichen sind wie bisher in Landessprache zu geben. Die für uns geltenden HZ „Sitz,Platz,Fuß u.a.“ sind zu verwenden. Es gibt keine Phantasiehörzeichen.

Für die Beschaffung der neuen Bringhölzer wird den Ortsgruppen eine Frist von zwei Jahren eingeräumt. Bei überregionalen Veranstaltungen gilt die neue Regelung ab sofort.

Prüfungen können, außer bei Wettkämpfen, jederzeit zurück gestuft werden.

Bei Prüfungen mit ausschließlich Prüfungsstufe „BH“ müssen 4 Hunde geführt werden. Theoretisch können diese aber von 2 Hundeführern geführt werden.

Bei vier Hunden, die in den Prüfungsstufen IPO 1-3 geführt werden, müssen vier verschiedene Hundeführer vorführen.

Eine Teilbewertung in der Übung „Ablegen unter Ablenkung“ erfolgt in den Prüfungsstufen

IPO 1-3 nach Vollendung der Übungen 3 (IPO1), 4 (IPO2), 5 (IPO3) der parallel vorzuführenden Hunde.

Verläßt der Hund das Helferversteck nach erfolgtem 2. Einsatz, wird der Schutzdienst abgebrochen. Es erfolgt die TSB-Bewertung „ng“. Diese Regelung gilt nicht, wenn der Hund das Verbellversteck trotz dreimaligem Versuch nicht findet. Helferkontakt muss stattgefunden haben.

Beim „Stellen und Verbellen“ in der Prüfungsstufe IPO 1 kann der Hund mit Sitz beim Abholen abgestellt werden. Das Mitnehmen des stehenden Hundes mit dem einmaligen HZ „Fuß“ ist ebenfalls möglich.

Das HZ „Transport“ ist ebenfalls beim Seitentransport möglich.

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Nach Genehmigung durch den FCI- und VDH-Vorstand wird die neue Prüfungsordnung mit Wirkung vom 01. 01. 2012 in Kraft treten. Auf  gemeinsamen Wunsch der FCI-Gebrauchshundekommission und des VDH haben eine nationale und eine internationale Kommission an der  Ausarbeitung dieser Prüfungsordnung einschließlich Leitfadens mitgewirkt.

Die Mitglieder der Kommission waren die Herren Frans Jansen (Holland), Günther Diegel (Deutschland), Wilfried Schäpermeier (Deutschland),  Edgar Scherkl (Deutschland), Pierre Wahlström (Schweden), Alfons van den Bosch (Belgien) und Robert Markschläger (Österreich).

Die Zusammenarbeit der Mitglieder war sehr harmonisch und konstruktiv und hat nach mehreren Sitzungen und Einarbeitung von Rückäußerungen der Mitgliedsländer zu einer Anpassung von VDH- und internationaler Prüfungsordnung geführt. Das Resultat ist eine nunmehr in den Inhalten  einheitliche Internationale Prüfungsordnung. Wir werden ab dem Jahr 2012 nicht mehr von VPG/SchH Prüfungen sprechen, sondern einheitlich  von IPO Prüfungen. Vieles wurde aus der alten VDH- und IPO-Prüfungsordnung übernommen, einiges aber auch neu gestaltet. Im Folgenden weise  ich hauptsächlich auf die Änderungen hin. Beginnen möchte ich mit der Präambel der neuen PO, die sehr deutlich unsere gemeinsamen Aufgaben  und Ziele im Umgang mit unserem Gebrauchshund darstellt.

Präambel

Seit mehr als zwölftausend Jahren ist der Hund Gefährte des Menschen. Durch die Domestikation ist der Hund eine enge Sozialgemeinschaft mit dem Menschen eingegangen und in wesentlichen Bereichen auf ihn angewiesen. Damit ist dem Menschen aber auch eine besondere  Verantwortung für das Wohlbefinden des Hundes erwachsen. Gerade bei der Ausbildung des Hundes gebührt der physischen wie psychischen  Gesundheit oberste Priorität. Als oberstes Prinzip gilt daher ein tiergerechter, artgemäßer und gewaltfreier Umgang mit dem Hund. Selbstverständlich sind die ausreichende Versorgung des Hundes mit Nahrung und Wasser, sowie die Fürsorge für seine Gesundheit, die unter  anderem regelmäßige Impfung und ärztliche Untersuchungen einschließt. Darüber hinaus besteht die Verpflichtung, dem Hund regelmäßigen  Kontakt mit Menschen und genügend Beschäftigung zur Befriedigung seines Bewegungsbedürfnisses zu gewähren. Im Laufe der Geschichte hatte  der Hund die verschiedensten Aufgaben als Helfer des Menschen zu leisten. In der modernen Welt sind ein großer Teil dieser Aufgaben durch die  Technik übernommen worden. Daher hat heute der Hundebesitzer die Pflicht, dem Hund entsprechend dessen Veranlagung als Ersatz für verloren  gegangene Aufgaben ausreichend Bewegung und Betätigung in Verbindung mit intensivem Kontakt zum Menschen zu ermöglichen. Auch unter  diesen Gesichtspunkten ist die Begleithundeprüfung, die Vielseitigkeitsprüfung für Gebrauchshunde, die Fährtenhundeprüfung und die  Stöberprüfung einzuordnen. Der Hund sollte seinen Anlagen und seinem Leistungsvermögen entsprechend beschäftigt werden. Hierzu gehört  neben ausreichendem Auslauf auch die intensive Beschäftigung mit Tätigkeiten, die die Lernfähigkeit, den Bewegungsdrang sowie die übrigen  Anlagen des Hundes berücksichtigen. Die verschiedenen Formen des Hundesportes sind hierfür hervorragend geeignet. Nicht ausreichend  beschäftigte Hunde können auffällig werden und führen zu Beanstandungen in der Öffentlichkeit. Der Mensch, der seinen Hund ausbildet oder  gemeinsam mit dem Hund Sport betreibt, hat sich und den ihm anvertrauten Hund einer sorgfältigen Ausbildung zu unterziehen, deren Ziel die  größtmögliche Harmonie zwischen Mensch und Hund ist. Das Ziel aller Ausbildungen ist das Vermitteln von Lerninhalten, die für den jeweiligen  Hund machbar sind. Die harmonische Übereinstimmung zwischen dem Menschen und seinem Hund, unabhängig davon, wo dieser im Hundesport  eingesetzt wird, ist allen Tätigkeiten zugrunde zu legen. Zur Harmonie kann man nur gelangen, wenn man sich weitestgehend in den Hund und  seine Anlagen hineinversetzt. Es besteht die ethische Verpflichtung des Menschen, den Hund zu erziehen und ausreichend auszubilden. Die dabei  verwendeten Methoden müssen die gesicherten Erkenntnisse der Verhaltenswissenschaften, insbesondere der Kynologie, berücksichtigen. Zur  Erreichung des Erziehungs-, Ausbildungs- oder Trainingseffekts ist stets die gewaltfreie und für den Hund positive Methode einzusetzen. Nicht  artgerechte Ausbildungs-, Erziehungs- und Trainingsmittel sind abzulehnen (siehe Tierschutzgesetz).

GÜNTHER DIEGEL

 

VORSTELLUNG UND ERKLÄRUNGEN DER INTERNATIONALEN PRÜFUNGSORDNUNG DER FCI UND DES VDH AB DEM JAHR 2012

Der Einsatz des Hundes im Sport muss sich an seiner Veranlagung, seinem Leistungsvermögen und seiner Leistungsbereitschaft orientieren. Die  Beeinflussung des Leistungsvermögens durch medikamentöse oder nicht tiergerechte Einwirkung durch den Menschen ist abzulehnen. Der Mensch muss sorgfältig die Veranlagungen seines Hundes erkunden. Von einem Hund Leistungen zu verlangen, die dieser nicht erbringen kann,  widerspricht jedem ethischen Bewusstsein. Der sich seiner Verantwortung bewusste Hundefreund wird nur mit gesunden und leistungsfähigen  Hunden an Prüfungen, Wett kämpfen und am Training teilnehmen. Im Folgenden kommen wir zu den Änderungen der PO (in roter Schrift): Mit  Inkrafttreten dieser Prüfungsordnung verlieren alle bisherigen Bestimmungen ihre Gültigkeit. Der Leitfaden bzw. die PO wurde in deutscher  Sprache von der Kommission beraten und ausgearbeitet. Bei Übersetzungen ist in Zweifelsfällen der deutsche Text maßgebend.

 

Allgemeines

Prüfungsveranstaltungen und Wettbewerbe sollen zwei Zielen dienen. Durch das Ablegen einer Prüfung sollen einerseits die einzelnen Hunde für  ihren jeweiligen Verwendungszweck als geeignet herausgestellt werden, andererseits sollen die Prüfungen in der Leistungszucht dazu beitragen,  die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Hunde im Sinne der Gebrauchstüchtigkeit von Generation zu Generation zu erhalten bzw. zu steigern.  Sie dienen ferner zur Förderung und Erhaltung der Gesundheit und Fitness. Das Ablegen einer Prüfung gilt auch als Nachweis der  Zuchttauglichkeit des Hundes.

 

Den Landesorganisationen der FCI (LAO) wird empfohlen, die IPO zu fördern. Im Besonderen sollen internationale Wettbewerbe nach IPO  ausgetragen werden. Alle Prüfungsveranstaltungen und Wettbewerbe unterliegen in Bezug auf Durchführung und Verhalten der Beteiligten  sportlichen Grundsätzen. Die Vorschriften des Leitfadens sind für alle Beteiligten bindend. Alle Teilnehmer haben die gleichen  Leistungsanforderungen zu erfüllen. Die Leistungsveranstaltungen haben Öffentlichkeitscharakter, Ort und Beginn sind den Mitgliedern öffentlich bekannt zu geben.

 

Prüfungsveranstaltungen und Wettbewerbe müssen den kompletten Prüfungsstufen oder einzelnen kompletten Abteilungen der jeweiligen  Prüfungsstufen entsprechen. Nur eine im Rahmen einer Veranstaltung erfolgreich abgelegte komplette Prüfungsstufe gilt in jedem Fall als  Ausbildungskennzeichen. Die Ausbildungskennzeichen müssen von allen Mitgliedsländern der FCI anerkannt werden.

Prüfungssaison: Keine Änderungen

Prüfungsorganisation/Prüfungsleiter (PL): Keine Änderungen

Leistungsrichter:

Zu den Prüfungsveranstaltungen sind von der veranstaltenden Vereinsleitung LR, die für IPO-Prüfungen zugelassen sind, selbst einzuladen, oder  durch die LAO zu bestimmen. Für FCI Weltmeisterschaften werden die LR durch die FCI-Gebrauchshunde-Kommission bestellt.

Die Anzahl der einzuladenden LR ist demVeranstalter überlassen, jedoch dürfen von einem LR pro Tag maximal 36 Einzelabteilungen (gilt nicht  für Weltmeisterschaften) gerichtet werden. Alle weiteren Bestimmungen für Leistungsrichter bleiben wie in der alten PO.

 

Prüfungsangebot der PO 2012:

Begleithundeprüfung mit Verhaltenstest und Sachkundeprüfung Internationale Gebrauchshundeprüfung (IPO) Stufen A1 bis A3

 

Hier werden nur die Abteilungen B und C der Stufen 1 - 3 geführt.

FPr 1 - 3 (Fährtenprüfung jeweils nur Abteilung A)

 

UPr 1 - 3 (Unterordnungsprüfung jeweils nur Abteilung B)

 

SPr 1 - 3 (Schutzdienstprüfung jeweils nur Abteilung C)

 

IPO ZTP (Internationale Zuchttauglichkeitsprüfung)

 

IPO V (Internationale Gebrauchshundeprüfung Vorstufe)

IPO 1 - 3 (Internationale Gebrauchshundeprüfungen 1 - 3)

 

FH 1 Fährtenhundprüfung

FH 2 Fährtenhundprüfung

IPO - FH Stöberprüfung 1 - 3 (STp)

FPr Stufe 1-3 entspricht jeweils einer Abteilung

UPr Stufe 1-3 entspricht jeweils einer Abteilung

SPr Stufe 1-3 entspricht jeweils einer Abteilung

STp Stufe 1-3 entspricht jeweils einer Abteilung

BH/VT (ohne Sachkunde) entspricht jeweils zwei Abteilungen

BH/VT (mit Sachkunde) entspricht jeweils drei Abteilungen

IPO-V IPO-ZTP entspricht jeweils drei Abteilungen

IPO-1, IPO-2, IPO-3 entspricht jeweils drei Abteilungen

FH1 -FH2 entspricht jeweils drei Abteilungen

IPO-FH: entspricht jeweils drei Abteilungen

Prüfungsteilnehmer:

Änderungen:

……..Andere zusätzliche Halsbänder wie z. B. Lederhals bänder, Zeckenhalsbänder, Stachelhals bänder u. ä. sind während der Prüfung nicht  erlaubt.

Die Prüfung beginnt mit der Unbefangenheitsprobe und erstreckt sich bis zur Siegerehrung.

Für die Begleithundeprüfungen gelten besondere Bestimmungen.

…….Die Mindestteilnehmerzahl einer Prüfung wird auf vier Hundeführer festgelegt.

Eine Einzelabnahme ist nicht zulässig.

Halsbandpflicht / Mitführen der Leine: Keine Änderungen

Abbruch wegen Krankheit/Verletzung

Werden bei Prüfungen Hunde krank gemeldet, ist wie folgt zu verfahren: Keine Änderungen

Maulkorbzwang: Keine Änderungen

Zulassungsbestimmungen : Am Tag der Prüfungsveranstaltung muss der Hund das vorgeschriebene Alter vollendet haben. Es dürfen keine  Ausnahmen gemacht werden.

Voraussetzung zum Start ist eine erfolgreich abgelegte BH/VT nach den nationalen Regeln der LAO.

Unter den Bezeichnungen Fpr 1-3 sind die einzelnen Übungen in der Fährte nach IPO, Upr 1-3 die Unterordnungsübungen nach IPO 1-3 und Spr 1-3  die Übungen der Abteilung C zu verstehen. Diese können als Einzelabteilungen geprüft werden, ohne dass hierfür ein AKZ vergeben werden  kann.

…….Ein Hund darf innerhalb einer Prüfung nur ein Ausbildungskennzeichen erwerben. Ausnahme: BH/VT und IPO Stufe 1 oder FH 1.

 

Durchführung der Unbefangenheitsprobe: Keine Änderungen

Bewertungen/Punktetabellen: Keine Änderungen

Disqualifikation: Die Disqualifikationsgründe sind gleichgeblieben.

Änderung: Bei allen Disqualifikationen werden alle bis dahin vergebenen Punkte aberkannt, auch die Punkte der anderen Abteilungen. Im  Leistungsheft werden weder Noten (Qualifikationen) noch Punkte vergeben. Der jeweilige Disqualifikationsgrund muss eingetragen werden.

Hilfen:

Zu berücksichtigen sind die in der PO vorgegebenen Pflichtentwertungen.

Werden seitens des Hundeführers dem Hund Hilfen gegeben, sind diese zu unterscheiden und zu entwerten.

Auswertung: Punktzahlen bleiben gleich.

Neu:

Eine Prüfung gilt als „bestanden“, wenn der Hund in jeder Abteilung einer Prüfungsstufe mindestens 70 % der möglichen Punkte erreicht hat.

Der Hund darf dann zur nächst höheren Prüfungsstufe geführt werden.

Hinweis: Unabhängig davon bleibt, dass man zur Zulassung zur Zucht oder zu einer SV Körung mindestens bei einer Prüfungsstufe 80 Punkte im  Schutzdienst braucht.

Leistungstitel:

Der Titel „Internationaler Arbeitschampion“ wird auf Antrag des HF an die LAO von der FCI zuerkannt. Die Vergabe von CACIT und ReserveCACIT erfolgt bei Wettbewerben, die von der FCI dazu das Recht erhalten haben und die in der höchsten Prüfungsstufe (Klasse3) vorgeführt werden. Zu  einer CACIT-Veranstaltung müssen alle LAO der FCI eingeladen werden. Es müssen dazu mindestens zwei LR eingeladen werden, davon muss  mindestens ein LR aus einer zweiten LAO der FCI kommen. Die Vergabe erfolgt auf Antrag der LR. Für das CACIT bzw. das Reserve - CACIT  können nur Hunde vorgeschlagen werden:

die mindestens die Formwertenote „Sehr Gut„ an einer Ausstellung erhalten haben.

die bei der Prüfung mindestens die Bewertung „Sehr Gut„ erhalten haben.

Die Vergabe des CACIT ist nicht automatisch an den erreichten Rang gekoppelt. die zu den Hunderassen der Gruppen 1,2 und 3 der  Rassenomenklatur der FCI gehören, die einer Arbeitsprüfung unterworfen sind (Gebrauchshunde und Fährtenhunde).

Der Titel „Nationaler Arbeitschampion“ wird durch die LAO geregelt.

BH/VT – IPO-V 15 Monate IPO - 1 18 Monate

IPO ZTP 18 Monate IPO - 2 19 Monate

Fpr 1-3 15 Monate IPO - 3 20 Monate

 

Upr 1-3 15 Monate FH-1 18 Monate

 

Spr 1-3 18 Monate FH-2 18 Monate

 

Stöbern 15 Monate IPO FH 20 Monate

Leistungsheft:

Das Leistungsheft ist für jeden teilnehmenden Hund erforderlich. Die Ausstellung des Leistungsheftes erfolgt nach den Vorschriften der für den  HF zuständigen Organisation. Es muss sichergestellt sein, dass für den jeweiligen Hund nur ein Leistungsheft ausgestellt wird. Die Verantwortung hierfür übernimmt die ausstellende Organisation. Das Prüfungsergebnis ist in jedem Fall in das Leistungsheft einzutragen, vom LR und, sofern  vorgesehen, ebenfalls vom PL zu kontrollieren und zu unterschreiben. Ab 2012 ist in das Leistungsheft in jedem Falle einzutragen:

Mitgliedsnummer (so weit vorhanden),

Name und Rasse des Hundes,

Identifikation des Hundes (Tätowierung, Chip)

Name und Adresse der Eigentümer des Hundes,

Abteilung A, Abteilung B, Abteilung C,

Gesamtpunktzahl,

Qualifikation,

TSB

Bewertung,

Name des Leistungsrichters und seine Unterschrift.

Haftpflicht:

Der Eigentümer eines Hundes hat für alle Personen- und Sachschäden aufzukommen, die durch seinen Hund verursacht werden. Er muss daher als Hundehalter gegen die Folgen versichert sein. Für etwaige Unfälle während der gesamten Prüfungsveranstaltung haftet der HF für sich und  seinen Hund. Die vom Leistungsrichter bzw. vom Veranstalter gegebenen Anweisungen werden vom HF freiwillig angenommen und auf eigene  Gefahr ausgeführt.

 

Impfungen: Keine Änderungen

Prüfungstage: Keine Änderungen

Prüfungsaufsicht:

LAO der FCI können Prüfungsaufsichten durchführen. Eine von der LAO der FCI oder der Mitgliedsvereine des VDH beauftragte fachkundige  Person kontrolliert nach diesen Bestimmungen die ordnungsgemäße Durchführung der Prüfung. Verbandskörperschaften, die die  Veranstaltungsgenehmigung für die jeweilige Prüfung erteilt haben, können auch die Prüfungsaufsichten anordnen.

Siegerehrung, Vergabe von Ehrenpreisen: Keine Änderungen

Helferbestimmungen:

A) Voraussetzungen für den Einsatz als Helfer in Abteilung „C“: Keine Änderungen

B) Grundsätze zum Helferverhalten bei Prüfungseinsätzen:

Das Helferverhalten ist grundsätzlich wie in der alten PO geblieben.

Der Begriff „Stockschlag“ ist herausgenommen worden. Ersetzt wurde er durch den Begriff „Stockbelastungstest“.

Es heißt jetzt z. B.: Die Stockbelastungstests mit dem Softstock erfolgen auf die Schultern und im Bereich des Widerristes. Die  Stockbelastungstests sind bei allen Hunden in derselben Intensität anzubringen.

Der 1. Stockbelastungstest erfolgt nach ca. 4 - 5 Schritten, der 2. Stockbelastungstest nach weiteren 4 - 5 Schritten in der Belastungsphase. Nach dem 2. Stockbelastungstest ist ein weiteres Bedrängen ohne Stockbelastungstests zu zeigen. Alles andere wurde übernommen.

 

„TSB“ Bewertung: „ Abteilung C“ ( gilt für alle Prüfungsstufen): Keine Änderungen

Disziplinarrecht: Keine Änderungen

Sonderbestimmungen:

Die LAO der FCI sind berechtigt, die allgemeinen Bestimmungen für ihren Bereich zu erweitern, z.B.: Zulassungs-, Veterinär-, Tierschutz-,  Sanitätsbestimmungen, oder auf Grund der Gesetzeslage im Land. Die Hörzeichen können in der Muttersprache gegeben werden.

Die Unbefangenheitsüberprüfung: Keine Änderungen

BEGLEITHUNDPRÜFUNG MIT VERHALTENSTEST und SACHKUNDEPRÜFUNG

FÜR DEN HUNDEHALTER (BH/VT):

Die erfolgreiche Ablage einer Begleithundeprüfung mit Verhaltenstest ist die Grundvoraussetzung in den Einstieg jeglicher angebotenen Prüfung  dieser PO.

Allgemeine Bestimmungen:

Zugelassen sind alle Hundehalter, die den Nachweis erbringen, dass sie die Sachkundeprüfung analog den Regelungen zum FCI-Hundeführerschein bereits erfolgreich abgelegt haben, oder die, die den behördlichen Nachweis der Sachkunde vorlegen. Teilnehmer, die erstmalig in einer FCI/VDH - Begleithundeprüfung starten und den entsprechenden Nachweis der Sachkunde nicht erbringen, haben sich am Tag der Veranstaltung dem  amtierenden Leistungsrichter zur schriftlichen Überprüfung ihrer Sachkunde erfolgreich zu stellen, bevor sie mit ihrem Hund im praktischen Teil  überprüft werden.

…… Um eine Begleithundeprüfung durchführen zu können, müssen mindestens vier Hunde in der Prüfung vorgeführt werden. Ist die  Begleithundeprüfung mit anderen Sparten kombiniert, so haben mindestens vier Teilnehmer (z. B. IPO, FH, BH) an den Start zu gehen.

 

Unbefangenheitsprobe: Keine Änderung

Bewertung: Keine Änderung

Laufschema Leinenführigkeit/Freifolge:

Die Anfangsgrundstellung „G“ ist gleichzeitig auch der Platz der Endgrundstellung.

In der Gruppe muss der HF mit seinem Hund eine Person links und eine Person rechts umgehen.

Sitzübung (10 Punkte) / Hörzeichen: „Sitz“

Von der Grundstellung aus geht der Hundeführer mit seinem frei bei Fuß folgenden Hund geradeaus. Nach mindestens 10 bis 15 Schritten  nimmt der HF eine Gst ein, gibt das Hz Sitz und entfernt sich weitere 15 Schritte. Er dreht sich sofort zu seinem Hund um. Auf Anweisung  des Leistungsrichters geht der Hundeführer zu seinem Hund zurück und nimmt an dessen rechter Seite Grundstellung ein. Wenn der Hund anstatt zu sitzen, sich legt oder stehen bleibt, werden hierfür 5 Punkte entwertet.

 

Ablegen in Verbindung mit Herankommen (10 Punkte) / Hörzeichen: „Platz“, „Hier“, „Fuß“

Von der Grundstellung aus geht der Hundeführer mit seinem Hund auf das Leinenführigkeit und Freifolge sind nach dem gleichen Schema zu  zeigen. Hörzeichen „Fuß“ geradeaus. Nach mindestens 10 bis 15 Schritten nimmt der HF eine Gst ein, gibt das Hz Platz und entfernt sich  weitere 30 Schritte. Er dreht sich sofort zu seinem Hund um und bleibt still stehen. Auf Anweisung des Leistungsrichters ruft der Hundeführer  seinen Hund heran. Freudig und in schneller Gangart hat sich der Hund seinem Hundeführer zu nähern und sich dicht vor ihn zu setzen. Auf das  Hörzeichen „Fuß“ hat sich der Hund neben seinen Hundeführer zu setzen. Bleibt der Hund stehen oder setzt er sich, kommt jedoch einwandfrei  heran, so werden hierfür 5 Punkte entwertet.

 

Ablegen des Hundes unter Ablenkung (10 Punkte) / Hörzeichen: „Fuß“, „Platz“, „Sitz“

………….1. Absatz gleich

Unruhiges Verhalten des Hundeführers sowie andere versteckte Hilfen, unruhiges Liegen des Hundes bzw. zu frühes Aufstehen/Aufsitzen des  Hundes beim Abholen werden entsprechend entwertet. Steht oder sitzt der Hund, bleibt aber am Ablegeplatz, erfolgt eine Teilbewertung. Entfernt sich der Hund vor Vollendung der Übung 2 des vorgeführten Hundes um mehr als 3 Meter vom Ablegeplatz, so ist die Übung mit 0 zu  bewerten. Verlässt der Hund nach Abschluss der Übung 2 den Ablegeplatz, erhält er eine Teilbewertung. Kommt der Hund dem Hundeführer beim  Abholen entgegen, erfolgt eine Punkteentwertung bis zu 3 Punkten.

 

B) Prüfung im Verkehr und Prüfungsablauf: Keine Änderungen

 

Internationale Prüfung für Gebrauchshunde (IPO) Stufen A 1 bis A 3, Höchstpunktzahl 200

Die IPO A 1 - 3-Prüfungen bestehen nur aus den Abteilungen B und C der IPO 1 - 3-Prüfungen. Eine Fährtenarbeit wird bei diesen Prüfungen nicht  gezeigt.

Ein Ausbildungskennzeichen im Sinne der Schau- bzw. der Ausstellungsordnung, Zuchtordnung und Körordnung wird nicht vergeben.

Höchstpunktzahl 200 Punkte

Vorzüglich 191 - 200

Sehr Gut 180 - 190

Gut 160 - 179

Befriedigend 140 - 159

Mangelhaft 0 - 139

Fährtenprüfung 1 - 3 (FPr 1 - 3)

Die Fährtenprüfungen in den Stufen 1 bis 3 bestehen nur aus der Abteilung „A“ der IPO-Prüfungsstufen 1 bis 3. Sie können zur Ergänzung des  Teilnehmerfeldes durchgeführt werden, wenn mindestens vier Teilnehmer in den Sparten BH-VT/IPO oder FH an den Start gehen. Es bleibt dem  Hundeführer freigestellt, in welcher Stufe sein Hund vorgeführt wird.

Ein Ausbildungskennzeichen im Sinne der Schau- bzw. der Ausstellungsordnung, Zuchtordnung und Körordnung wird nicht vergeben.

 

Änderungen:

Das geänderte Laufschema in der Leinenführigkeit und in der Freifolge ist zu beachten.

Unterordnungsprüfung 1 - 3 (UPr 1 - 3)

Die Unterordnungsprüfungen in den Stufen 1 bis 3 bestehen nur aus der Abteilung „B“ der IPO- Prüfungsstufen 1 bis 3. Sie können zur Ergänzung  des Teilnehmerfeldes durchgeführt werden, wenn mindestens vier Teilnehmer in den Sparten BH-VT/IPO oder FH an den Start gehen. Es bleibt  dem Hundeführer freigestellt, in welcher Stufe sein Hund vorgeführt wird.

Ein Ausbildungskennzeichen im Sinne der Schau- bzw. der Ausstellungsordnung, Zuchtordnung und Körordnung wird nicht vergeben.

Schutzdienstprüfung 1 - 3 (SPr 1 - 3)

Die S-Prüfungen in den Stufen 1 bis 3 bestehen nur aus der Abteilung „C“ der IPO-Prüfungsstufen 1 bis 3. Sie können zur Ergänzung des  Teilnehmerfeldes durchgeführt werden, wenn mindestens vier Teilnehmer in den Sparten BH-VT/ IPO oder FH an den Start gehen. Es bleibt dem  Hundeführer freigestellt, in welcher Stufe sein Hund vorgeführt wird.

Ein Ausbildungskennzeichen im Sinne der Schau- bzw. der Ausstellungsordnung, Zuchtordnung und Körordnung wird nicht vergeben.

Hinweis: Reine Wettkämpfe in der Abteilung C sind nicht zulässig.

Die FPr, die UPr und SPr müssen nicht unbedingt in der Reihenfolge vorgeführt werden.

IPO ZTP (Zuchttauglichkeitsprüfung ) Gebrauchshundeprüfung IPO ZTP gliedert sich in:

Abteilung A 100 Punkte

Abteilung B 100 Punkte

Abteilung C 100 Punkte

Gesamt: 300 Punkte

Zulassungsbestimmungen.

An dem Tag der Prüfungsveranstaltung muss der Hund das vorgeschriebene Alter vollendet haben. Es dürfen keine Ausnahmen gemacht werden.  Voraussetzung zum Start ist eine erfolgreich abgelegte BH/VT nach den nationalen Regeln der LAO.

IPO ZTP Abteilung „A“

Eigenfährte, mindestens 300 Schritte, 3 Schenkel, 2 Winkel (ca. 90°), 2 dem HF gehörende Gegenstände, mindestens 20 Minuten alt, Ausarbeitungszeit 15 min.

IPO ZTP Abteilung „ B“

Übung 1: Leinenführigkeit

Übung 2: Sitz aus der Bewegung

Übung 3: Ablegen in Verbindung mit Herankommen

Übung 4: Bringen auf ebener Erde

Übung 5: Sprung über eine Hürde

Übung 6: Ablegen unter Ablenkung

IPO ZTP Abteilung „C“

Übung 1: Stellen und Verbellen

Übung 2: Anmarsch und Überfall auf den HF

Übung 3: Angriff auf den HF und seinen Hund

Übung 4: Transport zum LR

Nähere Einzelheiten über den genauen Ablauf dieser Prüfung erfolgen später.

 

IPO-Vorstufe (IPO -V)

gliedert sich in:

Abteilung A 100 Punkte

Abteilung B 100 Punkte

Abteilung C 100 Punkte

Gesamt: 300 Punkte

IPO V Abteilung „A“

Eigenfährte, ca. 200 Schritte, 2 Schenkel, 1 Winkel (ca. 90°), ein dem HF gehörender Gegenstand, ohne Wartezeit auszuarbeiten,  Ausarbeitungszeit 10 min.

IPO V Abteilung B

Übung 1: Leinenführigkeit

Übung 2: Freifolgen

Übung 3: Ablegen in Verbindung mit Herankommen

Übung 4: Bringen

Übung 5: Sprung über eine Hürde

Übung 6: Ablegen unter Ablenkung

IPO V Abteilung „C“

Übung 1: Stellen und Verbellen

Übung 2: Verhinderung eines Fluchtversuches des Helfers

Übung 3: Angriff auf den HF und seinen Hund

Übung 4: Transport zum LR

Die näheren Ausführungsbestimmungen dieser Prüfung erfolgen aus Raumgründen später.

IPO 1 - 3

Ab 01.01.2012 verwenden wir für die ehemaligen SchH oder VPG Prüfungen einheitlich nur noch den Begriff „IPO“.

 

Hier werden nur die Änderungen in den einzelnen Abteilungen aufgeführt:

IPO 1 -3 Abteilung „A“ Fährtenarbeit:

Die Anforderungen und Ausführungsbestimmungen von 1 - 3 sind gleich geblieben. Geändert haben sich die Bewertungen der Gegenstände.

IPO 1 und 2:

Gegenstände (11 + 10) = 21 Punkte

IPO 3: Gegenstände (7 + 7 + 7) = 21 Punkte

Wenn der Hund keine Gegenstände gefunden hat, kann die Bewertung maximal „Befriedigend“ sein.

Ablegen der Gegenstände:

Bis zu 20 Schritten vor oder nach dem Winkel sollen keine Gegenstände gelegt werden.

Fehlverweisen:

Ein Fehlverweisen fließt in die Bewertung des jeweiligen Schenkels ein. Soweit der Hund falsch verweist (z.B. kein Gegenstand, nicht vom FL  ausgelegter Gegenstand), erfolgt eine generelle Entwertung von 2 Punkten.

IPO 1 - 3 Abteilung „B“ Unterordnung:

Die Anforderungen und Durchführungsbestimmungen sind in den Stufen 1 - 3 leicht verändert worden.

Änderungen:

Allgemeine Bestimmungen:

In der Stufe IPO 1 erscheint der Hundeführer mit angeleintem Hund und meldet sich in Grundstellung stehend beim Leistungsrichter an. Danach  wird der Hund abgeleint. Gerade in der Unterordnung muss darauf geachtet werden, dass keine Hunde vorgeführt werden, denen das  Selbstvertrauen genommen und die schon rein äußerlich lediglich als „Sportgerät“ ihres Hundeführers zu erkennen sind. Während aller Übungen  ist eine freudige Arbeit gepaart mit der erforderlichen Konzentration auf den Hundeführer gefordert. Das bei aller Arbeitsfreude auch auf die  korrekte Ausführung zu achten ist, muss sich selbstverständlich in der vergebenden Note wieder finden.

Ausführung

Die Anfangsgrundstellung „G“ ist gleichzeitig auch der Platz der Endgrundstellung. In der Gruppe muss der HF mit seinem Hund eine Person Links und eine Person Rechts umgehen. In der „Freifolge“ der Stufen 1 - 3 ist unbedingt das Vorführschema zu beachten. Bei den „Sitz - Übungen 1 - 3“ entfernt sich der Hundeführer lediglich noch 15 Schritte vom Hund. Das gleiche gilt für die Steh - Übung mit Abholen bei IPO 2.

Die Bewertungen bei den Übungen „Bringen über eine Hürde“ und „Bringen über eine Wand“ haben sich wie folgt geändert:

Eine Teilbewertung der Übung ist nur möglich, wenn von den drei Teilen (Hinsprung - Bringen - Rücksprung) mindestens ein Sprung und die Teilübung „Bringen“ gezeigt wird.

Sprünge und Bringen einwandfrei = 15 Punkte

 

Hinsprung oder Rücksprung nicht ausgeführt, Bringholz einwandfrei gebracht = 10 Punkte

Hin- und Rücksprung einwandfrei, Bringholz nicht gebracht = 0 Punkte

Der Hundeführer begibt sich in der Stufe IPO 1 mit seinem angeleinten Hund und in den Stufen IPO 2 und 3 mit frei folgendem Hund zum  Leistungsrichter, lässt seinen Hund absitzen und stellt sich vor.

Nach Freigabe durch den Leistungsrichter begibt sich der Hundeführer in allen Stufen mit frei folgendem Hund zur Startposition. Auf weitere RA  beginnt der Hundeführer die Übung. Aus einer geraden, ruhigen und aufmerksamen Grundstellung folgt der Hund dem Hundeführer auf das  Hörzeichen „Fuß“ aufmerksam, freudig, gerade und schnell. Mit dem Schulterblatt muss der Hund immer in Kniehöhe an der linken Seite des  Hundeführers in Position bleiben und sich beim Anhalten selbständig, schnell und gerade setzen.

Zu Beginn der Übung geht der Hundeführer mit seinem Hund 50 Schritte ohne anzuhalten geradeaus. Nach der Kehrtwendung und weiteren 10 bis  15 Schritten zeigt der Hundeführer jeweils mit dem Hörzeichen „Fuß“ den Laufschritt und den langsamen Schritt (je 10 - 15 Schritte). Der  Übergang vom Laufschritt in den langsamen Schritt muss ohne Zwischenschritte ausgeführt werden.

Bei der Voraus - Übung sind leichte Änderungen in der Bewertung vorgenommen worden:

Nach Erreichen der erforderlichen Entfernung erfolgt grundsätzlich RA zum Ablegen des Hundes. Lässt der Hund sich nicht stoppen, ist die Übung  mit 0 zu bewerten.

Ein Zusatzhörzeichen zum Legen - 1,5 Punkte

Ein zweites Zusatzhörzeichen zum Legen - 2,5 Punkte

Der Hund lässt sich stoppen, legt sich aber nicht auf zweites Zusatzhörzeichen -3,5 Punkte

Weiteres Fehlverhalten ist zusätzlich zu bewerten. Entfernt sich der Hund, oder kommt zum HF zurück, ist die Gesamtübung mit 0 Punkten zu  bewerten.

Zur „Ablage“:

Wenn der Hund, der zur Ablage geführt wird, diesen Platz erreicht hat und dort die Grundstellung eingenommen hat, muss der HF, der mit der  Freifolge beginnt, ebenfalls die Grundstellung eingenommen haben.

Die hier nicht näher aufgeführten Unterordnungsübungen sind identisch mit der alten PO geblieben.

Bei den Bringübungen sind nur Bringhölzer erlaubt. Die vom Veranstalter bereitgestellten Bringhölzer müssen von allen Teilnehmern verwendet  werden. Führereigene Bringhölzer sind nicht zugelassen.

Die in der PO vorhandene Zeichnung eines Bringholzes ist lediglich ein Muster. Wichtig ist, dass die Gewichte stimmen und die Stege aus Holz  hergestellt sind und dass die Stege mindestens 4 cm vom Boden entfernt sind.

IPO 1 - 3 Abteilung „C“ Schutzdienst:

Bei der Anmeldung zur Abteilung C bei IPO 1 ist folgende Änderung:

Anmeldung

a) Der Hundeführer meldet sich mit angeleintem Hund in der Grundstellung beim Leistungsrichter an.

b) Danach nimmt er die Ausgangsposition zur Übung „Revieren nach dem Helfer“ ein. Der Hund wird dort abgeleint.

c) Aus der Grundstellung heraus wird der Hund nach Freigabe durch den Leistungsrichter zum Revieren eingesetzt.

Zum „Revieren“:

Der Hund muss sich beim Revieren immer in Bewegung und vor dem HF befinden. Ein Zurückkommen oder Zurücknehmen in die Grundposition  bedeutet Abbruch.

Bei der Übung „Verhinderung eines Fluchtversuches des Helfers“ in den Stufen 1 - 3 wurde geändert:

 

Auf Anweisung des LR unternimmt der Helfer einen Fluchtversuch. Auf ein gleichzeitig einmaliges Hörzeichen „Voran oder Stell“ des HF startet  der Hund die Verhinderung des Fluchtversuches des HL. Erfolgt der Einsatz des Hundes ohne Hörzeichen des Hundeführers, wird die Übung um  eine Note entwertet.

Beim Beendigen einer Verteidigungsübung heißt es jetzt in der neuen PO und dies gilt ebenfalls für alle Stufen wie folgt:

Nach dem Einstellen des Helfers muss der Hund nach einer Übergangsphase ablassen. Der HF kann ein HZ für „ablassen“ in angemessener Zeit  selbständig geben.

 

Das bedeutet, dass der Hund nach Stillstand des Helfers eine Übergangsphase zeigen muss. Alle anderen Bestimmungen und Auslegungen in  Abteilung C wurden aus der alten PO und dem Leitfaden übernommen.

FH 1, FH 2, IPO – FH:

Gegenstände (3 x 5, 1 x 6) = 21 Punkte bei FH 1

Gegenstände ( 7 x 3 ) = 21 Punkte bei FH 2 und IPO FH

Die Gegenstände sind in unregelmäßigem Abstand, nicht innerhalb 20 Schritten vor oder 20 Schritten nach einem Winkel, auf die Fährte zu  legen.

 

Verleitungen:

Eine zweite, dem Hund fremde Person, erhält den Auftrag, von einer vom Richter anzugebenden Stelle die Fährte durch eine Verleitungsfährte  zweimal (nicht im ersten oder letzten Schenkel und nicht innerhalb 40 Schritten vor oder 40 Schritten nach einem Winkel) zu schneiden.

 
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